In der Nacht zum 1. September 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,0 die Provinz Kunar im Osten Afghanistans. Ganze Dörfer wurden zerstört, Straßen unpassierbar, Nachbeben erschweren die Rettungsarbeiten zusätzlich. Die Menschen schlafen im Freien, Frauen und Kinder oft eng zusammengedrängt in stickigen Zelten. Es fehlt an Lebensmitteln, Wasser und wärmenden Schutzmaterialien. Das Welternährungsprogramm warnt vor einer massiven humanitären Katastrophe. Die UNO warnt, dass es im Winter weitere Opfer geben könnte, da dann viele Menschen von der Außenwelt abgeschnitten seien.
Nach Regierungsangaben verloren über 2.200 Menschen ihr Leben, fast 4.000 wurden verletzt (Stand 7. September). Rund 7.000 Häuser sind zerstört. Es handelt sich um eines der schwersten Erdbeben in der Geschichte Afghanistans.
Am 4. September kam es erneut zu starken Nachbeben, die auch in Kabul und in den Nachbarländern Indien und Pakistan zu spüren waren.
Wir stehen in engem Austausch mit unserem Länderbüro in Afghanistan und mit Partnerorganisationen vor Ort, um die dringendsten Bedürfnisse der Betroffenen genau zu erfassen. Bereits kurz nach dem Erdbeben konnte humedica erste Hilfsmaßnahmen umsetzen und die Unterstützung schrittweise ausweiten. Wir prüfen fortlaufend, wie die Menschen auch in den kommenden Wochen und Monaten bestmöglich unterstützt werden können.
Zu den bisherigen Hilfsleistungen gehören unter anderem: