Auch Wochen nach der Katastrophe bestimmen Angst und Unsicherheit den Alltag vieler Menschen in Venezuela. Als die Erdbeben das Land erschütterten, war Gabriela allein mit ihrem Hund zu Hause. Sie brachte sich in Sicherheit, doch der Schock ist geblieben.
Die beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 zerstörten ganze Häuserblöcke nahe der Hauptstadt Caracas insbesondere in der Küstenstadt La Guaira. Mittlerweile bestätigten die Behörden mehr als 3.800 Tote, tausende Menschen wurden verletzt, unzählige verloren ihr zuhause. „Noch immer suchen Menschen ihre Angehörigen“, berichtet humedica-Vorstand Johannes Peter. Er ist in ständigem Kontakt mit den Partnerorganisationen vor Ort.
„Die Menschen haben schreckliches erlebt. Viele sind traumatisiert. Ihnen wollen wir mit unserer Hilfe helfen. Deshalb wird unsere Partnerorganisation Lutheran World Federation dank der Unterstützung unserer Spender auch psychologische Betreuung anbieten können“, erklärt Peter und ergänzt: „Die Verteilungen von Lebensmitteln oder Hygieneartikeln geht unterdessen weiter, denn noch immer leben viele Menschen in Notunterkünften und wissen nicht, wie es weiter geht.“
humedica will außerdem Medikamente und andere medizinische Güter, beispielsweise zur Wundversorgung, nach Venezuela schicken. „Damit können bis zu 10.000 Menschen behandelt werden“, weiß Peter. Er bittet weiterhin um Unterstützung. „Die Solidarität mit den Menschen in Venezuela ist überwältigend. Das Leid in Venezuela ist es aber leider auch. Unsere Hilfe wird noch lange gebraucht werden, um diese leisten zu können, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen.“