Screening von Unterernährung – Früherkennung rettet Kinderleben (Madagaskar)
Die Vereinten Nationen haben sich mit der Agenda 2030 ein großes Ziel gesetzt: Bis 2030 soll niemand mehr hungern müssen (Sustainable Development Goal 2 „Kein Hunger“). Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen Rückschritte statt Fortschritte: Rund jeder zehnte Mensch weltweit – etwa 733 Millionen – leidet an Hunger, und besonders Kinder sind betroffen: 148 Millionen unter Fünfjährige wachsen mangelernährt auf und bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Prognosen warnen, dass auch 2030 noch über eine halbe Milliarde Menschen Hunger leiden werden.
Damit dieses Ziel Wirklichkeit werden kann, setzt humedica weltweit Projekte um, die Menschen mit Nahrung, medizinischer Hilfe und langfristigen Perspektiven unterstützen.
Naturkatastrophen und der sich immer schneller entwickelnde Klimawandel verursachen Dürren, Überschwemmungen und unberechenbare Wetterlagen. Die Folgen: beschädigte Felder, ausbleibende Ernten und weniger Lebensmittel für Millionen Menschen.
In Krisen- und Kriegsgebieten ist Landwirtschaft kaum möglich. Zerstörte Infrastruktur, unsichere Transportwege und fehlende Märkte unterbrechen Produktion und Handel. Viele Menschen müssen ihre Heimat verlassen und können sich auf der Flucht nicht selbst ernähren.
Wer arm ist, hat oft nicht genug Geld für ausreichend Nahrung. Mangelernährung schwächt Körper und Arbeitskraft – ein Teufelskreis, der den Ausstieg aus der Armut fast unmöglich macht. Frauen und Kinder sind besonders betroffen.
Die Folgen der Corona-Pandemie, unterbrochene Lieferketten und steigende Lebensmittelpreise haben die Lage verschärft. Besonders verletzliche Gruppen wie Kleinbauern, Frauen und Menschen in prekären Lebenslagen leiden darunter am meisten.
Mehr als 10 Prozent aller produzierten Nahrungsmittel gehen schon vor dem Verkauf verloren, rund ein Drittel wird weltweit verschwendet. Währenddessen hungern Millionen Menschen – ein extremes Ungleichgewicht.
Die Sustainable Development Goals (SDG) sind 17 globale Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030. Sie sollen Armut beenden, den Planeten schützen und allen Menschen ein gutes Leben ermöglichen.
Das SDG 2 „Kein Hunger“ ist das zentrale Ziel, um Hunger und Mangelernährung weltweit zu beenden. Doch Hunger ist ein komplexes Problem, das auch mit anderen Nachhaltigkeitszielen eng verknüpft ist: Armut, Gesundheit, Zugang zu Wasser und die Folgen des Klimawandels spielen entscheidende Rollen. Deshalb arbeitet humedica ganzheitlich – und leistet Beiträge zu mehreren SDGs.
Eine unausgewogene Ernährung führt zu einem Mangel an Nährstoffen wie Eisen, Jod oder Vitaminen. Besonders Kinder sind gefährdet, weil Wachstumsstörungen und Krankheiten langfristige Schäden verursachen können.
Wer dauerhaft nicht genug zu essen hat, leidet unter chronischem Hunger. Diese Form ist am weitesten verbreitet und führt zu langanhaltenden gesundheitlichen Problemen und geringeren Lebenschancen. Prognosen zufolge werden auch im Jahr 2030 noch über 580 Millionen Menschen chronisch unterernährt sein, mehr als die Hälfte davon in Afrika. Besonders alarmierend: 148 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt und leiden unter Wachstumshemmungen.
In Krisen- und Katastrophensituationen wie Dürren, Kriegen oder Flucht kommt es zu akutem Hunger. Er ist kurzfristig, aber unmittelbar lebensbedrohlich. Besonders betroffen sind Menschen, die schon zuvor unter chronischem Hunger litten.
Struktureller Hunger entsteht durch ungleiche Verteilung von Ressourcen, Armut, schwache staatliche Strukturen und fehlende politische Teilhabe. Besonders Frauen und marginalisierte Gruppen sind benachteiligt. Diese Form ist tief in Gesellschaften verankert und schwer zu durchbrechen.
Mit Ihrer Unterstützung versorgt humedica Kinder und Familien mit Nahrung und stärkt durch langfristige Programme neue Perspektiven. So helfen Sie nicht nur im Moment der Not, sondern tragen auch zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele bei.
Die Bewältigung des Hungers ist eine globale Aufgabe. Sie erfordert nicht nur mehr Unterstützung im globalen Süden, sondern auch Veränderungen in Konsum- und Produktionsmustern im globalen Norden. Klar ist: Um das Ziel „Kein Hunger“ zu erreichen, braucht es größere Anstrengungen, mehr Gerechtigkeit in der Verteilung und starke Partnerschaften weltweit.
Ob Fakten, Analysen oder bewegende Geschichten aus den Projektländern: In unserem Blog erfahren Sie, wie Hunger entsteht, wie humedica dagegen ankämpft und welche Ernährungsmaßnahmen zur gesunden Entwicklung beitragen.