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Heinke Rauscher steht am Schreibtisch und schaut in die Kamera

In herausfordernden Momenten im Arbeitsalltag reicht Heinke Rauscher manchmal ein Blick auf ihre Tasse, um sich daran zu erinnern, mutig zu sein

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„Sei mutig und entschlossen. Gott ist bei dir, wohin du auch gehst“ , steht auf Heinke Rauschers Lieblingstasse – ein Bibelvers, der die Vorständin von humedica schon lange begleitet. Für sie ist das mehr als ein Spruch – es ist eine tägliche Erinnerung, die ihr bei ihrer Arbeit Kraft gibt.

Geprägt von Kulturen

Geboren in Nepal, Schuljahre in Bremen, Libyen und England – ihre Kindheit verbrachte Rauscher an verschiedenen Orten der Welt. Die vielen Stationen haben sie geprägt – auch im Blick auf ihre heutige Arbeit: „Ich bin mit vielen Kulturen aufgewachsen und fühle mich mit anderen Kulturen in der Regel sehr wohl “, sagt sie. Was ihr damals viel abverlangt hat – immer wieder loslassen, neu anfangen, sich einfinden – hat ihr geholfen, flexibel, offen und anpassungsfähig zu sein. Eigenschaften, die Rauscher heute in ihrer Leitungsrolle einer internationalen Organisation täglich braucht.

Begegnungen auf Augenhöhe sind ihr bei Projektreisen besonders wichtig

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Verantwortung mit Herz

Seit 2019 ist Rauscher Teil des Vorstandsteams von humedica. Der Weg dorthin war nicht geplant, sondern geprägt von Vertrauen, Glaube und dem Mut, neue Wege zu gehen. „Das war echt ein Sprung ins sehr tiefe Wasser“, erinnert sie sich an ihren Einstieg in die Vorstandsarbeit. Neue Rolle, große Verantwortung – und das alles mitten in der Corona-Pandemie, während sie parallel ehrenamtlich ihre Gemeinde leitete. Unterstützung fand sie durch externe Begleitung, Fortbildungen und im Austausch mit anderen. So entwickelte sie einen Führungsstil, der zu ihr passt: zugewandt und menschenorientiert.

„Ich hatte Ideen und sah es als Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen.“

Führung heißt Raum geben

Schon im Studium war klar: Heinke Rauscher denkt in Zusammenhängen, behält gerne den Überblick. Beim Uni-Radio übernahm sie früh koordinierende Aufgaben – eine Leidenschaft, die sie bis heute begleitet. Als Vorständin gestaltet sie Strukturen, bringt Persönlichkeiten zusammen, stößt Entwicklungen an – und gibt dabei Raum für andere. „Ich mag es, wenn andere besser werden als ich selbst. Ich muss nicht alles wissen oder können.“ Für sie ist das ein zentrales Prinzip von guter Führung: Leiten, ohne dabei im Mittelpunkt stehen zu müssen.

Der Teamgedanke hat für die Vorständin von humedica einen hohen Stellenwert – sie legt den Fokus lieber auf das, was verbindet, statt auf das, was trennt

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Frauen ermutigen

Rauscher weiß, wie herausfordernd es als Frau in einer Führungsposition sein kann  – besonders in christlich geprägten Kontexten. „Viele Frauen müssen sich rechtfertigen, wenn sie in eine Führungsrolle gehen. Das finde ich schade." Ihre Botschaft: Es geht nicht darum, in große Fußstapfen zu treten – sondern darum, den eigenen Weg zu gehen. „Egal ob Führungs- oder neue Rolle, ob haupt- oder ehrenamtlich, einfach mal ausprobieren und sich üben“ – ganz nach dem Motto: Mutig und entschlossen die Komfortzone verlassen.

Dazu gehört auch, auf sich selbst zu achten. Ruhezeiten sind für Rauscher essenziell: „Im Sommer sitze ich gerne auf der Hollywoodschaukel im Garten, ein Buch auf dem Schoß, ganz bei mir.“ In solchen Momenten schöpft sie Kraft – für den Alltag, für ihre Verantwortung und für neue Impulse.

Ruhezeiten sind unverzichtbar: In der Hollywoodschaukel im Garten findet Heinke Rauscher eine Auszeit und tankt neue Kraft für den Alltag

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Heinke Rauscher ist Teil eines starken Teams, das sich weltweit für Menschen in Not einsetzt.