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Das ist die Hygienearbeitsgruppe der Dorfschule

Hilfe für die Dorfschule

Nach den heftigen Überflutungen in Pakistan 2022 waren die sanitären Anlagen der Dorfschule zerstört. Gemeinsam mit Schülern und Lehrern baute humedica sie wieder auf.
von:
Sebastian Zausch
Hilfe für die Dorfschule

250 Schüler besuchen die kleine Dorfschule von Meer Hazar Kalia im Distrikt Rajanpur, im Süden Pakistans. Die Kinder sind stolz auf ihre Schule. Sie sind froh, hier lernen zu dürfen. Mittlerweile ist das auch wieder uneingeschränkt möglich. Das war allerdings leider nicht immer so. 

Auch die Dorfschule wurde zerstört

Als vor zwei Jahren der Monsunregen deutlich heftiger ausfiel als üblich, blieben anschließend große Teile des Landes überflutet. Mehr als ein Drittel der Landfläche Pakistans stand über Monate unter Wasser. Auch die Dorfschule war betroffen. Die Toilettenanlagen wurden beschädigt. Von einem Tag auf den anderen stand kein sauberes Trinkwasser mehr zur Verfügung. Krankheiten drohten sich auszubreiten.

Große Teile Pakistans waren 2022 überflutet.

Arbeitsgruppe kümmert sich um Hygiene

Schulleiter Naseer Ahmed und die Schüler wollten das so nicht hinnehmen und schnellstmöglichst Abhilfe schaffen. Sofort gründeten sie eine Arbeitsgruppe, die sich des Themas annahm. Sie trafen die pakistanische Hilfsorganisation Pak Mission Society, mit der humedica seit vielen Jahren in dem südasiatischen Land zusammenarbeitet. Gemeinsam wurden die Toiletten wieder aufgebaut. Außerdem konnte – dank der Unterstützung aus Deutschland – eine Anlage zur Aufbereitung des Trinkwassers installiert werden. Die 15-köpfige Arbeitsgruppe entschied sich für das Prinzip der Umkehrosmose, welches häufig eingesetzt wird, wenn, wie hier, das Grundwasser stark salzhaltig und deshalb ungefiltert ungenießbar ist. Außerdem wurden Mülltonnen aufgestellt, um den Abfall ordentlich entsorgen zu können. 

Mit einem Wasserfilter bereiten die Schüler der Dorfschule das Wasser auf.

Viele Menschen in dem Dorf, in dem die Schule steht, arbeiten als Tagelöhner auf dem Feld. Oft haben sie keine Schule besucht. Das Wissen der meisten Menschen hier über die Wichtigkeit von Hygiene und wie man diese sicherstellen kann ist begrenzt. Gleiches gilt auch für die Kinder. Deshalb hat die Arbeitsgruppe entsprechende Schulungen entwickelt und durchgeführt und hält auch im Schulalltag nach, dass die ergriffenen Maßnahmen auch tatsächlich Früchte tragen. 

Die Kinder sind jetzt deutlich gesünder und können wieder zur Schule gehen

Seitdem sind die Kinder der kleinen Dorfschule deutlich seltener krank und können dem Unterricht besser folgen.

Möglich sind Hilfsmaßnahmen wie diese dank der Unterstützung regelmäßiger Spenden aus Deutschland.