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Nach dem Vormarsch der Taliban in Afghanistan

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica unterstützt die Menschen in Afghanistan. Nach dem Abzug der Nato-Truppen aus dem asiatischen Land ist die politische Lage dort sehr instabil. Die Taliban nahmen immer mehr Provinzen ein – und rückten auch in die Hauptstadt Kabul vor.

Mehr als 30 Millionen Menschen leben in Afghanistan – ein großer Teil davon war bereits vor der Machtübernahme im August arm, viele waren bereits vorher auf der Flucht und leben seither unter zunehmend prekären Bedingungen in Kabul und anderen Städten. Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica unterstützt sie mit Hilfe, die bleibt, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit schwindet.

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica unterstützt die Menschen in Afghanistan. Nach dem Abzug der Nato-Truppen aus dem asiatischen Land und der kürzlichen Machtübernahme durch die Taliban ist die politische Lage dort sehr instabil. Die Taliban nahmen immer mehr Provinzen ein – und rückten auch in die Hauptstadt Kabul vor.

Zigtausende Menschen haben Angst und nichts, außer dem, was sie am Leibe tragen. „Gemeinsam mit örtlichen Partnern werden wir den betroffenen Menschen deshalb helfen. Sie benötigen am dringendsten etwas zu Essen, Trinkwasser, Haushaltsgegenstände, wie Schüsseln oder Kocher, Hygienemittel und Decken, denn nachts kann es in Kabul durchaus kalt werden“, so humedica-Geschäftsführer Johannes Peter.

humedica ist langfristig in Afghanistan engagiert. „Wir werden einige Tageskliniken in Kabul unterstützen. Dabei geht es aktuell vor allem darum, die medizinische Versorgung der Menschen aufrecht zu erhalten, sie auf lange Sicht aber auch zu verbessern. Hierfür sind unter anderem Schulungen geplant“, erklärt humedica-Geschäftsführer Johannes Peter.

Im Einzugsgebiet der Kliniken leben viele Menschen in provisorischen Siedlungen, die in ihre zerstörte Heimat nicht zurückkehren können, in besonders prekären Verhältnissen. Die Kliniken sollen besonders den schwächsten der Gesellschaft helfen und zumindest ihre medizinischen Bedürfnisse soweit wie möglich stillen.

In dem Land, das nun weitestgehend isoliert ist, könnte die Armut drastisch steigen. Deshalb ist langfristige Hilfe für die Menschen in Afghanistan bereits jetzt ein wichtiges Thema.

„Die Lage ist unübersichtlich", berichtet Peter, der sich vor ein paar Wochen selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat. "Doch wir wollen den Menschen auch mit akuter Hilfe in dieser schwierigen Lage helfen.“ humedica bemüht sich daher in Koordination mit weiteren nationalen und internationalen Organisationen darum, insbesondere Binnenflüchtlingen Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

„Zunächst ist aber Akuthilfe gefragt,“ berichtet Peter, der sich vor ein paar Wochen selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat. „Die Lage ist unübersichtlich. Die Geflüchteten brauchen dringend unsere Hilfe.“