Direkt zum Inhalt
Nigrische Mädchen lachen in die Kamera

Schutz und Stärkung von Mädchen und Frauen im Niger

Der Niger liegt in der Sahelzone – eines der am wenigsten beachteten Katastrophengebiete weltweit. Gezeichnet von Konflikten, Gewaltausbrüchen und Unsicherheit, leidet die Bevölkerung unter den Auswirkungen. Die Nahrung ist knapp, Armut nimmt zu und zahlreiche Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht. Für viele Mädchen und Frauen sind die Folgen belastend – sie sind häufig Risiken geschlechtsbasierter Gewalt ausgesetzt. In Zusammenarbeit mit einer lokalen Partnerorganisation unterstützt humedica sie mit Schulungen und Aufklärung in ihren Gemeinden sowie psychosozialer Versorgung.

Die Situation vor Ort

Der Niger – als eines der ärmsten Länder weltweit von den Vereinten Nationen eingestuft – kämpft mit zahlreichen Krisen. Der Militärputsch von 2023 verschärfte nicht nur die politische Instabilität, sondern beeinflusst bis heute das tägliche Leben der Bevölkerung. Preisanstiege bei Nahrungsmitteln machen das Überleben für bereits in Armut lebende Menschen noch schwieriger. Die wachsende Bevölkerung stellt das Land vor die Herausforderung, genügend Nahrung bereitzustellen, während regelmäßige Dürren die Situation verschlimmern und Hungersnöte zunehmen.

Bewaffnete Konflikte und terroristische Aktivitäten im Niger und seinen Nachbarstaaten vertreiben Familien aus ihrer Heimat – viele Menschen sind auf der Flucht. Besonders schwerwiegend ist die Situation für Mädchen und Frauen. Als Folge der andauernden Konflikte sind sie häufig einer hohen Gefahr geschlechtsbasierter Gewalt ausgesetzt. Aus Angst und Unsicherheit werden Mädchen sehr früh zwangsverheiratet. Für viele Familien bedeutet eine frühe Ehe Wohlstand und Sicherheit – ein Weg aus der Armut. Traditionelle Werte und Rollenbilder sind in den Gemeinden stark verankert. Es herrscht vorwiegend die verbreitete Annahme, dass Mädchen heiraten und Kinder bekommen sollen und deshalb keine Bildung benötigen. Frühe Schwangerschaften stellen eine erhebliche Belastung für die Gesundheit der Mädchen dar, während sexuelle Ausbeutung und häusliche Gewalt für einige Frauen zur traurigen Realität gehören. Fehlende Bildung und begrenzte Ressourcen erschweren es vielen Frauen, sich aus diesen Situationen zu befreien und sich finanziell unabhängig zu machen.

Frauen und Kinder im Niger

So hilft humedica

Mit Ausbildungen von lokalen Trainerinnen und Trainern, die Schulungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Prävention für die gesamte Gemeinschaft durchführen

Mit Unterstützung bei der Aufklärung über die Rechte und Rollen von Mädchen und Frauen

Mit psychosozialer Unterstützung und Hilfsangeboten für Betroffene durch lokales medizinisches Personal

Mit Perspektiven für die Frauen durch einkommensschaffende Maßnahmen

Mit der Verteilung von sogenannten Dignity Kits an Mädchen und Frauen, in denen sich Hygieneartikel wie Unterwäsche, Binden, und Seife befinden, die sie in prekären Lebenssituationen benötigen

Mit diesen Aktivitäten unterstützt humedica die Partnerorganisation im Niger, Bewusstsein in den Gemeinschaften für Geschlechterungleichheiten zu schaffen und für Aufklärung über geschlechtsbasierte Gewalt zu sorgen.

Teilnehmende bei einer Schulung in der Gemeinschaft im Niger

So können Sie helfen

Mit 20 € sorgen Sie dafür, dass fünf Mädchen Schulmaterialien erhalten und so für eine bessere Zukunft lernen können

Mit 50 € versorgen Sie zehn Haushalte mit grundlegenden Lebensmitteln (Reis, Salz und Öl)

Mit 160 € finanzieren Sie fünf Frauen die Ausstattung, die sie für ihre Babys benötigen (Windeln, Babyflasche, Milch, Wanne, etc.)

Mit 1150 € erhalten fünfzehn Frauen jeweils eine Ziege und einen Ziegenbock, um mit der Viehzucht selbstständig Einkommen zu generieren

Nigrische Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm
Projektpartner
Action pour le Bien Etre (APBE)