Während unsere örtliche Partnerorganisation HDCS bereits in der schwer betroffenen Region Trishuli-Bazar im Einsatz ist, erreicht ein weiteres Team gerade einen höher gelegenen, noch schwerer erreichbaren Distrikt. Die von Schutt und Geröll befreiten Straßen können nur mit Geländefahrzeugen befahren werden. Die Regenzeit weicht den Boden zusätzlich auf. Für kurze Entfernungen benötigen Helfende viele Stunden oder sogar Tage. Und doch geben sie alles, um Hilfe dorthin zu bringen, wo keine oder wenig Hilfe bisher angekommen ist.
Als eines der ersten bringt das Team dringend benötigte Hilfsgüter zu den betroffenen Menschen. Dazu gehören Planen und Decken, Dinge für den täglichen Bedarf, Solarlampen und Lebensmittel.
Auch Informationen sind in einer solchen Situation wichtig. Deshalb stellt das Team Treibstoff für den Generator eines lokalen Radiosenders bereit. So können die Menschen vor Ort wieder mit wichtigen Informationen versorgt werden.
Neben den sichtbaren Zerstörungen hat die Sturzflut bei vielen Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Menschen haben Angehörige und Freunde verloren und stehen unter Schock.
Besonders traumatisierte Kinder und ältere Menschen können das Erlebte kaum verarbeiten – sie hören immer wieder das Rauschen der Wassermassen und erzählen, was ihnen geschehen ist.
Im Hilfsteam ist deswegen auch eine Psychologin. Sie begleitet Betroffene und steht ihnen in dieser dramatischen Situation zur Seite.
Dass diese wichtige Hilfe trotz der schwierigen Bedingungen weitergehen kann, ist auch der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender zu verdanken.
Während die unmittelbare Versorgung der Betroffenen weiterläuft, richtet sich der Blick zugleich auf die kommende Zeit. Gemeinsam mit unserem Partner prüfen wir derzeit, welche Unterstützung die Menschen in den betroffenen Regionen über die akute Katastrophenhilfe hinaus benötigen. Denn die Folgen der Sturzflut werden die Menschen noch längere Zeit begleiten.
Wir sind sehr dankbar für den unermüdlichen Einsatz unseres örtlichen Partners und allen Menschen, die unsere Nothilfe in Nepal unterstützen. Ihr Engagement macht diese Hilfe möglich – auch nach der Katastrophe.