Das Bekaa-Tal, auch als Obst- und Gemüsekammer des Libanons bekannt, zog schon vor dem syrischen Bürgerkrieg viele Syrer mit Arbeitsplätzen an. Doch mit steigender Inflation und einer hohen Rate an Flüchtlingen, fehlt es an nötiger Infrastruktur. Nahezu unerschwinglich ist die medizinische Versorgung für die Bewohner dieser ländlichen Region. Neben körperlichen Erkrankungen belasten auch Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit die psychische Gesundheit – besonders bei syrischen Geflüchteten, die häufig schon seit über zehn Jahren in provisorischen Siedlungen leben.
Auch nach dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Rebellengruppen, können viele Geflüchtete aufgrund der unsicheren Lage, fehlender Infrastruktur und Angst vor Verfolgung nicht in ihre Heimat zurückkehren. Sie bleiben vorerst im Libanon – was das ohnehin überlastete Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck setzt.
Die erneute Eskalation der Gewalt und Luftangriffe im Frühjahr 2026 verschärfen die Situation zusätzlich. Viele Familien mussten ihre Häuser verlassen oder leben in Angst vor weiterer Gewalt. Das ohnehin überlastete Gesundheitssystem gerät dadurch weiter unter Druck, während der Bedarf an medizinischer und psychologischer Hilfe weiter steigt.
humedica unterstützt zwei Gesundheitszentren und ein Krankenhaus im Libanon. Wir verbessern die Versorgung vor Ort durch medizinisches Fachpersonal, Fortbildungen, moderne Ausstattung sowie dringend nötige Renovierungen. So erhalten tausende Menschen Zugang zu verlässlicher medizinischer und psychologischer Versorgung. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der psychischen Gesundheit von Kindern, die durch Armut, Flucht und Perspektivlosigkeit stark belastet sind.