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Überflutete und verlassene Siedlung in Pakistan.

Überflutungen sind normal in großen Teilen Pakistans. Doch das, was der Monsun vor ziemlich genau einem Jahr mit sich brachte, war auch für pakistanische Verhältnisse ungewöhnlich.

Pak Mission Society

Auch Lakshmi war von den Wassermassen betroffen. Sie lebt in einem kleinen Dorf in der Region Umerkot im Süden des Landes. Dass regelmäßig das Wasser aus den Bergen herabströmt und alles überflutet, kennt sie schon. Ihr Dorf hat gelernt damit zu leben – und sich zu schützen. Gemeinsam mit dem örtlichen humedica-Partner PMS wurden unter anderem Katastrophenpläne entwickelt und eingeübt, sowie der Umgang mit entsprechender Rettungsausrüstung trainiert. Außerdem konnte, dank der Unterstützung aus Deutschland, ein Brunnen mit einer Handpumpe gebaut werden, der sauberes Trinkwasser garantierte.

Zumindest so lange, bis im letzten Sommer die heftigsten Monsunregen seit Jahrzehnten kamen und alles änderten. Zwar konnten die Notfallpläne erfolgreich angewendet werden, allerdings versagte der Brunnen seinen Dienst. Er konnte die außergewöhnlich hohe Menge an Wasser nicht bewältigen. Die Folge: Das Flutwasser vermischte sich mit dem Trinkwasser und war wegen des hohen Salzgehaltes nicht mehr genießbar. Nicht nur Lakshmi, auch viele andere Bewohner ihres Dorfes wurden krank. Der Alltag im Dorf gestaltete sich jetzt schwieriger. Der Weg zur nächsten funktionierenden Trinkwasserpumpe war weit und beschwerlich. Eine belastende Situation für alle.

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Mittlerweile gibt es wieder eine Handpumpe in Lakshmis Dorf. Dank der Unterstützung von humedica und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung konnte unser örtlicher Partner PMS zwischenzeitlich in ihrem und anderen Dörfern in der Umgebung neue Brunnen bauen. Dass diese auch tatsächlich lange funktionieren, dafür ist die Dorfgemeinschaft selbst verantwortlich. Einige Bewohner wurden darin geschult, den Brunnen zu warten und zu reparieren, sollte es nötig sein. Außerdem verfügen Lakshmi und die anderen über spezielle Sandfilter in Tonkrügen, sogenannte Nadi-Filter, die das Wasser ebenfalls säubern.

Der Nadifilter besteht aus einem speziellen Sandfilter in Tonkrügen. Er ist einfach in der Handhabung und noch dazu ohne weiteres nachzubauen. Oben kommt das verunreinigte Wasser rein, in den Tontöpfen läuft es durch verschiedene Schichten aus Sand, Kies und Lehm und wird dadurch gereinigt. Unten fließt dann trinkbares Wasser ins Glas.

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