Direkt zum Inhalt
Landkarte Ukraine mit Flagge

"Jetzt sehe ich endlich aus wie alle anderen Kinder"

Lena ist 13 Jahre alt. Gemeinsam mit ihrer Mutter musste sie aus einem umkämpften Frontgebiet in der Ukraine fliehen. Ihr Zuhause wurde zerstört. Fast alles, was ihnen vertraut war und was sie besaßen, mussten sie zurücklassen.

In einer Region westlich von Kyjiw fanden Mutter und Tochter schließlich Schutz. Doch Sicherheit allein bedeutet noch nicht, dass das Leben wieder leicht wird. Für Lena begann ein neuer Alltag an einem neuen Ort, in einer neuen Schule, mit neuen Mitschülerinnen und Mitschülern.

Und mit einer Sorge, die sie kaum losließ.

Wenn der Schulweg schwerfällt

Lena schämte sich für ihre abgetragene Kleidung. Ihre Schulsachen trug sie nicht in einem Rucksack, sondern in einer Plastiktüte. Jeden Morgen nahm sie die Angst mit in die Schule, anders auszusehen, aufzufallen oder ausgegrenzt zu werden.

Für ein Kind, das bereits Heimat, Sicherheit und Besitz verloren hat, kann genau das besonders schwer sein: nicht dazuzugehören. Die Angst war so groß, dass Lena am liebsten gar nicht mehr zur Schule gehen wollte.

Hilfe, die im Alltag ankommt

Dank humedicas Sachspenden erhielt Lena neue Dinge, die sie dringend brauchte: einen Schulrucksack, Sportschuhe, eine warme Jacke und neue Kleidung.

Als sie die Sachen in den Händen hielt, strahlte sie über das ganze Gesicht. Behutsam strich sie über den Stoff. Dann sagte sie gerührt:

 

„Das sind Sachen, von denen ich bisher nur träumen durfte. Jetzt sehe ich endlich aus wie alle anderen Kinder.“

Lena, in der Ukraine geflohene Schülerin
Novo Chas

Es ist ein Satz, der zeigt, wie viel praktische Hilfe bedeuten kann. Für Lena waren es nicht nur Kleidung, Schuhe und ein Rucksack. Es war das Gefühl, wieder selbstbewusster in die Schule gehen zu können. Das Gefühl, weniger aufzufallen. Das Gefühl, ein Stück Normalität zurückzubekommen.

Mehr als ein Rucksack

Die neuen Sachen geben Lena Würde, Selbstvertrauen und Freude am Schulalltag zurück. Sie helfen ihr, sich in einer Umgebung zurechtzufinden, die nach Flucht und Verlust erst wieder vertraut werden muss.

Auch für ihre Mutter bedeutet diese Unterstützung viel. In einer Zeit, in der jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt, ist die Hilfe eine große emotionale und finanzielle Entlastung.

Lenas Geschichte zeigt: Sachspenden können im Leben geflohener Kinder ganz konkret etwas verändern. Sie ermöglichen Teilhabe. Und manchmal schenken sie einem Kind genau den Mut, den es braucht, um wieder durch zur Schule zu gehen.

*Name zum Schutz des Kindes geändert.