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Wenn das Schicksal zweimal zuschlägt

Zehn Jahre sind vergangen, als Nyabuga Polycarb Onsongo sein Leben im Einsatz für das Gute verlor. Auf seinem täglichen Weg erlitt der damalige Landesdirektor für Sudan einen schweren Autounfall. In der sudanesischen Hauptstadt Kartun prallte der ehemalige humedica-Mitarbeiter frontal in ein herannahendes Fahrzeug. Kurze Zeit darauf erlag er seinen Verletzungen. Zurück blieben seine Frau Agnes und die beiden Söhne Leo und Lee.

Zehn Jahre sind vergangen, als Nyabuga Polycarb Onsongo sein Leben im Einsatz für das Gute verlor. Auf seinem täglichen Weg erlitt der damalige Landesdirektor für Sudan einen schweren Autounfall. In der sudanesischen Hauptstadt Kartun prallte der ehemalige humedica-Mitarbeiter frontal in ein herannahendes Fahrzeug. Kurze Zeit darauf erlag er seinen Verletzungen.

Zurück blieben seine Frau Agnes und die beiden Söhne Leo und Lee. So plötzlich aus dem Leben gerissen hinterließ Polycarb Onsongo eine tiefe Lücke. Die Zukunft der Familie war ungewiss. Die beiden Söhne, damals zwei und fünf Jahre alt, waren noch zu klein, um das tragische Familienschicksal zu verstehen. Der Verlust der Familie war groß, die Sorge um die gemeinsamen Kinder gewaltig. Mutter Agnes war verzweifelt. Der Tod des geliebten Ehegatten sollte nicht auch noch die Zukunft der Kinder zerstören.

In großer Trauer um das humedica-Mitglied wurde eine Spendenaktion für die hinterbliebene Familie Onsongo ins Leben gerufen. Einige Unterstützer stellen jeden Monat sicher, dass Mutter Agnes und ihre Söhne versorgt sind und eine Chance auf eine normale Zukunft haben. Durch die Spenden werden nicht nur die anfallenden Schulgelder bezahlt, auch Agnes konnte dadurch ihre Weiterbildungsmaßnahmen beenden und somit etwas dazu verdienen.

Ein Jahrzehnt steht humedica der Familie Onsongo zu Seite. Dank der Hilfe und Unterstützung der regelmäßigen Spenden, hat sich das Schicksal zum Guten gewendet. Erleichtert blickt Agnes auf die vergangenen Jahre zurück: „Ich habe meinen Mann verloren, aber alleine war ich nie. Es war keine einfache Reise, es war herausfordernd, aber dank Ihrer moralischen und finanziellen Hilfe haben wir es geschafft.“

Die beiden Kinder sind nun alt genug um Geschehenes zu begreifen. Sie realisieren wie sehr humedica und die Menschen dahinter ihr Schicksal beeinflusst haben. Durch selbst geschriebene Briefe möchten die beiden Buben ihre Dankbarkeit ausdrücken. „Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre finanzielle Unterstützung über die Jahre bedanken. Meine Mutter hätte es alleine nicht geschafft“, schreibt Leo und führt fort: „Ich bin wirklich dankbar, dass es mir möglich war, eine gute Schule zu besuchen.“
Leo und Lee gehen gerne in die Schule. Sie sind fleißig und sehr klug. Der heute 15-jährige Leo wird in zwei Jahren seinen Abschluss an der örtlichen High School machen. Studieren an einer renommierten Universität ist sein Traum. Er arbeitet und lernt hart für gute Noten und ein Stipendium.

Auch Lee hat nicht einen Schultag verpasst. Er ist dankbar, dass er zur Schule gehen darf. Nebenbei setzt er sich für Bedürftige ein. Durch einen Benefizlauf sammelt er spenden, um herzkranken Kindern, lebensrettende Operationen zu ermöglichen. „Ich bete dafür, dass Sie mich weiterhin auf meinem Weg begleiten, da¬mit ich irgendwann selbst in der Lage bin, anderen Kindern zu helfen, und ihnen die gleiche Liebe, Güte und Unterstützung zu zeigen, wie Sie mir“, schreibt Lee in seinem Brief.

Jeder Mensch muss zuweilen mit schweren Schicksalsschlägen fertig werden. Aber in manchen Ländern der Welt gibt es kein soziales Netz, dass die Betroffenen finanziell auffangen kann. Umso mehr sind wir dankbar, dass durch Ihre Empathie und Ihr Mitgefühl, die Familie Onsongo eine zweite Chance bekommen hat.