Millionen Afghanen suchten seit Jahrzehnten Schutz im Nachbarland Pakistan – vor Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung. Ende 2023 begann die systematische Abschiebung afghanischer Staatsangehöriger. Allein 2025 kehrten rund eine Million Menschen aus Pakistan nach Afghanistan zurück – oft ohne Besitz, erschöpft und ohne Perspektive.
Gleichzeitig verschärfen neue Kämpfe im Grenzgebiet die Lage. Entlang der mehr als 2.600 Kilometer langen Grenze kommt es immer wieder zu Luftangriffen und Gefechten. Wohngebiete wurden getroffen, Zivilisten getötet – viele Familien fliehen erneut.
Insgesamt sind seit Ende 2023 über 5 Millionen Menschen innerhalb Afghanistans auf der Flucht. Neben den Rückkehrern erreichen auch immer mehr Binnenvertriebene die östlichen Provinzen Nangarhar, Kunar und Laghman. Die ohnehin schwache Infrastruktur ist überlastet.
Für viele ist Afghanistan eine Heimat ohne Lebensgrundlage – manche betreten das Land zum ersten Mal. Viele leben notdürftig in überfüllten Behausungen, andere warten auf Zelte. Es fehlt an fast allem: Schutz vor Witterung, Schlafmöglichkeiten, sauberem Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung.
humedica unterstützte die Rückkehrenden bereits mit einer dringend benötigten finanziellen Soforthilfe und wichtigen Hilfsgütern wie Zelte, Decken und Wasserfilter. Das humedica Länderbüro prüft fortwährend mit lokalen Partnern Maßnahmen zur langfristigen Unterstützung.
Grundlegende Hilfsgüter: Verteilung von Zelten, Decken und Wasserfiltern, damit Familien zunächst Schutz finden und Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Direkte Hilfe für besonders Schutzbedürftige: Finanzielle Hilfe zum Beispiel für Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderung fürs Nötigste wie Lebensmittel, Kochgeschirr, Arztbesuche.
Gesundheitsversorgung stärken: In Regionen mit vielen Rückkehrern wollen wir bestehende Gesundheitseinrichtungen unterstützen oder ausbauen.
Untersuchung eines Kindes – medizinische Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird (Afghanistan)