Als die Kämpfe in El Fasher, der größten Stadt der Region Darfur, eskalieren, ist Amina im vierten Monat schwanger. Sie verliert ihren Alltag, ihr Zuhause, ihren Mann und einige Brüder.
Über staubige Straßen und unzählige Stationen flieht sie mit ihren sechs Kindern über tausend Kilometer in den Norden. Hunger, Angst und fehlende medizinische Hilfe sind ständige Begleiter.
Im Norden des Landes findet Amina schließlich Schutz in einem Geflüchtetenlager. Doch die Folgen der Flucht sind schwer. Mangelernährung, Stress und fehlende medizinische Versorgung gefährden die Gesundheit von Mutter und Kind.
Ihr jüngstes Kind muss per Kaiserschnitt geboren werden. Noch Wochen später ist sie so geschwächt, dass sie kaum laufen und ihr Kind tragen kann.
Früher hatte ich immer natürliche Geburten, und meine Kinder waren gesund und kräftig, und ich war auch gesund. Aber dieser letzte Junge … für ihn habe ich keine Milch.
Heute lebt Amina mit ihrer Familie in einem Zelt innerhalb des Camps. Die Bedingungen bleiben schwierig, doch die Familie erhält lebenswichtige Unterstützung.
Dank humanitärer Hilfe erhält sie:
Für Amina bedeutet diese Hilfe weit mehr als Versorgung – sie bedeutet Hoffnung. Zwischen Angst, Erschöpfung und Unsicherheit erlebt Amina wieder Momente, in denen sie spürt, dass sie nicht allein ist.
Zu den Menschen, die Familien wie Amina unterstützen, gehört Dr. Ikhlas.
Die Ärztin arbeitet in einer Gesundheitsstation, die humedica gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation WeDCO unterstützt. Auch sie musste aus El Fasher fliehen und weiß, was Vertreibung bedeutet.
Heute behandelt sie Menschen, die – wie sie selbst – alles verloren haben.
Können Sie sich vorstellen, wie ein Patient umherirrt, nicht findet, was er braucht, und dann zu Ihnen kommt, und Sie ihm helfen? Man sieht die Freude regelrecht in seinen Augen. Das ist etwas Wunderbares. Wir spüren diese Freude sogar noch vor ihm.
Für viele Geflüchtete ist medizinische Hilfe der erste Schritt zurück zu etwas Sicherheit und Würde.
Die humanitäre Lage im Sudan bleibt dramatisch. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 14 Millionen Menschen auf der Flucht. Etwa 12 Millionen von ihnen mussten innerhalb des eigenen Landes Schutz suchen. In zahlreichen Regionen fehlen Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im April 2023 kämpfen die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) um die Kontrolle des Landes. Die Gewalt trifft vor allem die Zivilbevölkerung: Menschen werden vertrieben, die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe bricht zusammen. Rund 14 Millionen Menschen sind auf der Flucht, mehr als 25 Millionen leiden unter akutem Hunger. Der Konflikt gilt als die größte Flüchtlingskrise der Welt.
humedica unterstützt Geflüchtete in Aufnahmelagern mit medizinischer Versorgung und lebenswichtiger Hilfe. Dazu gehören Medikamente, die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen, die Ausbildung von medizinischem Personal, Nahrungsmittel für Familien sowie sauberes Trinkwasser und Hygienemaßnahmen.
Spenden ermöglichen konkrete Hilfe vor Ort. Sie finanzieren medizinische Behandlungen, Medikamente, Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser. Bereits 50 Euro decken durchschnittlich die fachärztliche Behandlung eines Patienten.
Krieg, Hunger und fehlende medizinische Versorgung bedrohen Millionen Menschen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie lebenswichtige Hilfe für Familien wie die von Amina und schenken neue Hoffnung in einer der größten humanitären Krisen der Welt.
*Name geändert