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Training von Einsatzkräften bei humedica für die Katastrophenhilfe

Das Erkundungsteam versuchte, die Lage nach dem Erdbeben in Myanmar einzuschätzen

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„Unser Einsatz in Myanmar war eine Herausforderung, weil wir nicht genau wussten, was uns erwartet“, erzählt Tobias Kann, der als Logistiker nach dem schweren Erdbeben Ende März vor Ort war: „Die Informationslage im Vorfeld war so unklar, dass wir zunächst ein Erkundungsteam geschickt haben, um die Lage vor Ort einzuschätzen.“ Ein zehnköpfiges Team mit Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften konnte kurze Zeit später nachreisen. Auf dem Hof eines vom Erdbeben betroffenen Krankenhauses bauten sie mithilfe der örtlichen Bevölkerung eine Ambulanz auf. Fast 1.000 Patientinnen und Patienten konnte das medizinische Team dort behandeln und deren hausärztliche Weiterbehandlung sicherstellen. Zusätzlich brachten sie medizinisches Material und Wasserfilter in die betroffene Region.

Einsatzkräfte bereiten sich in Trainings vor

„Um diese Hilfe leisten zu können, ist intensive Vorbereitung essenziell“, erläutert Kann. Das heißt nicht nur, dass wir Hilfsgüter wie Medikamente, Behandlungszelte oder das humedica Nothilfeset zur hygienischen Erstversorgung in unserer Zentrale in Kaufbeuren vorrätig haben. Vorbereitung heißt auch, dass unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte intensive Trainings durchlaufen. So sind wir in der Lage, innerhalb kurzer Zeit ein geschultes medizinisches Team zusammenzustellen und Menschen in Not zur Seite zu stehen. Und das, ohne die Ressourcen eines gebeutelten Landes zusätzlich zu belasten, wie der humedica-Logistiker weiß: „Im Einsatz arbeiten wir autark.“ Zudem ist humedica in die internationalen Prozesse der Katastrophenhilfe eingebunden. Beides bestätigt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die uns als Emergency Medical Team klassifiziert hat.

Nach dem Erdbeben in Myanmar Ende März sind Häuser noch immer unbewohnbar

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Nach der Katastrophe geht unsere Hilfe weiter. Auch in Myanmar: In der Region Mandalay ist die Infrastruktur noch immer stark zerstört. „Häuser sind unbewohnbar und Krankenhäuser können nicht genutzt werden“, schildert Kann. Hinzu kommt, dass sich das Land in Südostasien seit vier Jahren im Bürgerkrieg befindet.

Unsere Hilfe geht nach der Katastrophe weiter

„Wir unterstützen die Betroffenen gemeinsam mit unserer Partnerorganisation vor Ort dabei, wieder zurück in den Alltag zu finden“, weiß der humedica-Logistiker. Wir setzen uns beispielsweise für die Gesundheit von Müttern und Kindern ein, bieten in einer mobilen Klinik hausärztliche Versorgung an oder unterstützen die Landwirtschaft mit klimaresistenten Anbaumethoden, um die Ernährung von Familien langfristig zu sichern.