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Schweres Erdbeben auf Haiti

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat auf Haiti große Schäden angerichtet. Laut Zivilschutzbehörde stiegt die Opferzahl bereits auf weit über 2.000 an. Hunderte gelten noch immer als vermisst, über 12.000 Menschen sind verletzt. humedica ist mit einem langjährigen Partner vor Ort in Kontakt um Hilfe zu koordinieren. Ein erstes Einsatzteam wurde bereits entsendet.

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat auf Haiti große Schäden angerichtet. Laut Zivilschutzbehörde stiegt die Opferzahl bereits auf weit über 2.000 an. Hunderte gelten noch immer als vermisst, über 12.000 Menschen sind verletzt. humedica ist mit einem langjährigen Partner vor Ort in Kontakt um Hilfe zu koordinieren. Ein erstes Einsatzteam wurde bereits entsendet.

"Gladys Thomas von unserer Partnerorganisation Fondation pour les Enfants d´Haiti hat uns kontaktiert. Sie ist mit ihrem Team dabei, vorgehaltene Hilfsgüter in das betroffene Gebiet zu bringen", so humedica-Geschäftsführer Johannes Peter. "Wir sind mit ihr und anderen Stellen in Kontakt um zu helfen."

"Häuser sind eingestürzt und Familien wurden getötet. Das Reisen ist schwierig, da eine Hauptbrücke zusammengebrochen ist", berichtet Gladys Thomas.

Haiti gilt als das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Schon beim schweren Erdbeben 2010 arbeitete humedica vor Ort mit dem örtlichen Partner Fondation pour les Enfants d´Haiti zusammen und war auch nach Wirbelsturm Matthew dort aktiv.

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica hilft nach dem schweren Erdbeben auf Haiti. Die Erdstöße mit der Stärke 7,2 hatten am Samstag vormittag Ortszeit Straßen und Gebäude zerstört. Es gab Tote und Verletzte.

„Es gibt viele Verletzte. Aber auch psychisch ist die Belastung für die Menschen in Haiti enorm“, erläutert humedica-Geschäftsführer Johannes Peter. Nach dem schweren Erdbeben hatten viele Menschen gerade erst alles verloren – da traf sie mit dem Tropensturm „Grace“ bereits die nächste Katastrophe.

"Häuser sind eingestürzt und Familien wurden getötet. Das Reisen ist schwierig, da eine Hauptbrücke zusammengebrochen ist", berichtet Gladys Thomas vom humedica-Partner Fondation pour les Enfants d´Haiti direkt von der Karibikinsel.

Ein dreiköpfiges humedica-Team wurde bereits am 18.08.21, von Frankfurt aus in das Katastrophengebiet entsendet, um gemeinsam mit den Partnern vor Ort Hilfe zu leisten. „Wir sind in permanentem Austausch mit unseren Partnern, aber auch den koordinierenden Behörden. Wir werden die Menschen mit allem was in unserer Macht steht unterstützen“, so Peter weiter.

So hat das Koordinierungsteam beispielsweise einen sogenannten PAUL Wasserrucksack dabei, mit dem Trinkwasser von Verunreinigungen befreit und den Menschen in den betroffenen Regionen zu Verfügung gestellt werden kann. Auch persönliche Schutzausrüstung und ein medizinisches Kit, mit dem unter anderem Verletzte erstversorgt werden können, sendet humedica nach Haiti. In Vorbereitung auf ein zweites, medizinisches Team werden die Einsatzkräfte sich ein genaueres Bild von der Lage vor Ort machen und einschätzen, welche Hilfe die Menschen nach der ersten schnellen Hilfe am dringendsten benötigen.

PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) wurde entwickelt, um Menschen in Krisensituationen oder abgelegenen Gebieten selbstständiges Filtern von Wasser zu ermöglichen. Da er auf dem Rücken tragbar und verhältnismäßig handlich ist, wird er auch als Wasserrucksack bezeichnet.
Was für unsere Einsatzkräfte gerade in entlegenen Katastrophengebieten ohne ausreichende Infrastruktur besonders wichtig ist: PAUL benötigt keinen Strom und ist daher direkt einsatzbereit.

Das Prinzip des Wasserfilters ist einfach: Verschmutztes Wasser oben rein, einige Minuten warten, Trinkwasser abzapfen.
Damit der Filter von jedem genutzt werden kann, kommt er ohne Handbuch aus. Lediglich universal verständliche Piktogramme erklären die Handhabung.
Im Durchschnitt kann ein von uns ins Einsatzgebiet gebrachter Wasserrucksack 10 Jahre lang täglich 1.200 Liter filtern und so etwa 300 Menschen mit Wasser versorgen.

Trinkwasser ist ein Grundrecht und für die Seuchenprävention unerlässlich

„Weil Haiti immer wieder von Naturkatastrophen betroffen ist, hat humedica gemeinsam mit der Fondation pour les Enfants d´Haiti bereits vor einiger Zeit Hilfsgüter auf der Insel deponiert, um in Fällen wie diesen schnell helfen zu können,“ erläutert humedica Geschäftsführer Johannes Peter.

Bereits seit Samstag ist humedica durch lokale Partner vor Ort aktiv. Insgesamt 300 Hygiene-Kits und Schutzzelte, die sie vor Wind und Wetter schützen, sowie Kochmaterialien für 150 Familien hatte die Hilfsorganisation in im Rahmen ihrer vorausschauenden Hilfe in Haiti vorgehalten. Küchenausstattung wurden für 150 Familien vorgehalten sowie insgesamt rund 500 Eimer. „Die Situation war unübersichtlich. Dennoch sind wir dabei, extra für solche Fälle vorgehaltene Hilfsgüter ins Katastrophengebiet zu bringen“, berichtet Thomas. Ein 2017 von humedica finanzierter Krankenwagen ist im Einsatz.

Mit Gladys Thomas und ihrer Organisation Fondation pour les Enfants d´Haiti arbeitet humedica bereits seit vielen Jahren sehr gut zusammen. „Der Kontakt besteht seit dem schweren Erdbeben 2010, bei dem wir ebenfalls gemeinsam geholfen haben,“ so Peter weiter. Auch nach Huricane Matthew waren humedica und die Partnerorganisation gemeinsam für die Haitianer da.

Haiti gilt als ärmstes Land des amerikanischen Kontinents. Der Inselstaat wird immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Wirbelstürmen erschüttert. Außerdem sind die politischen Verhältnisse seit Jahren unsicher. Vor vier Wochen war Haitis Staatspräsident ermordet worden.