Direkt zum Inhalt
Landschaftsaufnahme Reisfelder, Siedlungen und Fluss in Nepal
Naturkatastrophen und fehlende Infrastruktur erschweren in Westnepal den Zugang zu medizinischer Versorgung. Besonders Menschen mit Behinderung und Lepra-Erkrankte leiden unter den Folgen. humedica ermöglicht Vorsorge und Hilfe, wo sie dringend gebraucht werden.
Mutter sitzt neben ihrem behindertem Kind

Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Lepra – durch mobile Ärzteteams und Katastrophenvorsorge (Nepal)

Aktuelle Situation in Nepal

In der Grenzregion zu Indien treffen mehrere Herausforderungen aufeinander: Besonders während der Monsunzeit gefährden Hochwasser und Erosion Dörfer, Infrastruktur und Landwirtschaft. Naturkatastrophen treffen auf eine ohnehin benachteiligte Bevölkerung und verschärfen die Lage von Menschen mit Behinderung, die bereits von gesellschaftlicher Teilhabe und medizinischer Versorgung ausgeschlossen sind. 

Der Alltag dieser Menschen ist geprägt von Armut, Isolation und fehlenden Möglichkeiten, ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder, die in den ländlichen und schwer zugänglichen Gebieten Nepals den größten Risiken ausgesetzt sind. Der Mangel an Rehabilitationsdiensten und medizinischer Versorgung führt nicht nur zu gesundheitlichen Problemen, sondern verstärkt auch die wirtschaftliche und soziale Ausgrenzung der gesamten Familie.

Besonders Kinder mit Behinderung sind von dieser Situation betroffen: In der Region Karnali zeigen viele Kinder Anzeichen von Entwicklungsverzögerungen. Gleichzeitig fehlen spezialisierte Förderangebote, barrierefreie Schulen und geschultes Personal. Geringes Bewusstsein bei Eltern und Fachkräften sowie gesellschaftliche Stigmatisierung erschweren den Zugang zu Unterstützung zusätzlich.

Lepra-Erkrankte leiden zudem unter einem doppelten Problem: Die Krankheit ist im Frühstadium zwar gut behandelbar, doch der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum ist ohne Transportmittel schwer zu bewältigen. Gleichzeitig hält das gesellschaftliche Stigma viele Betroffene davon ab, überhaupt Hilfe zu suchen. So bleibt die Krankheit oft unbehandelt und schreitet ungehindert fort.

Frau mit Fußprothese wird in Nepal von einem Arzt behandelt

Wie hilft humedica?

Früherkennung und medizinische Versorgung: Mobile Ärzteteams und lokale Gesundheitsposten ermöglichen es, Krankheiten und Behinderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – auch in abgelegenen Regionen.
Ganzheitliche Förderung von Kindern mit Behinderung: Kinder erhalten gezielte Unterstützung für ihre Entwicklung – durch frühzeitige Diagnosen, Rehabilitationsangebote und passende Hilfsmittel.
Stärkung von Familien und Betreuungspersonen: Eltern und Angehörige werden geschult und begleitet, damit sie ihre Kinder bestmöglich fördern und im Alltag unterstützen können.
Inklusive Bildung: Schulen werden dabei unterstützt, Kinder mit Behinderung aufzunehmen und zu fördern – durch Trainings für Lehrkräfte und angepasste Lernumgebungen.
Aufklärung und Sensibilisierung: Gesundheitskräfte, lokale Gruppen und Gemeinden werden über den Umgang mit Behinderung informiert, um Vorurteile abzubauen und Teilhabe zu fördern.
Verbesserung der Lebensbedingungen: Wohnhäuser und Schulen werden angepasst, um Barrieren zu reduzieren und den Alltag für Betroffene zu erleichtern.
Einkommensförderung für Familien: Eltern von Kindern mit Behinderung erhalten Unterstützung, um eigene Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.
Stärkung von Selbsthilfegruppen: Betroffene vernetzen sich, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig.
Aufklärung über Menschenrechte: Gemeinden und Behörden werden für die Rechte von Menschen mit Behinderung sensibilisiert.
Katastrophenvorsorge und barrierefreie Nothilfe: Rettungsteams werden geschult, um im Katastrophenfall auch Menschen mit Behinderung sicher und angemessen zu versorgen.
Ein Arzt misst bei einer Patientin Blutdruck

So können Sie helfen:

Mit 14 € kann durch einen Hautspaltabstrich Lepra frühzeitig erkannt werden.

Mit 70 € wird ein Team von Gesundheitshelferinnen zur Erkennung und Behandlung von Lepra geschult.

Mit 200 € wird ein örtliches Krankenhaus durch eine simulierte Krisensituation auf einen Katastrophenfall vorbereitet.