Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Lepra – durch mobile Ärzteteams und Katastrophenvorsorge (Nepal)
In der Grenzregion zu Indien treffen mehrere Herausforderungen aufeinander: Besonders während der Monsunzeit gefährden Hochwasser und Erosion Dörfer, Infrastruktur und Landwirtschaft. Naturkatastrophen treffen auf eine ohnehin benachteiligte Bevölkerung und verschärfen die Lage von Menschen mit Behinderung, die bereits von gesellschaftlicher Teilhabe und medizinischer Versorgung ausgeschlossen sind.
Der Alltag dieser Menschen ist geprägt von Armut, Isolation und fehlenden Möglichkeiten, ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder, die in den ländlichen und schwer zugänglichen Gebieten Nepals den größten Risiken ausgesetzt sind. Der Mangel an Rehabilitationsdiensten und medizinischer Versorgung führt nicht nur zu gesundheitlichen Problemen, sondern verstärkt auch die wirtschaftliche und soziale Ausgrenzung der gesamten Familie.
Besonders Kinder mit Behinderung sind von dieser Situation betroffen: In der Region Karnali zeigen viele Kinder Anzeichen von Entwicklungsverzögerungen. Gleichzeitig fehlen spezialisierte Förderangebote, barrierefreie Schulen und geschultes Personal. Geringes Bewusstsein bei Eltern und Fachkräften sowie gesellschaftliche Stigmatisierung erschweren den Zugang zu Unterstützung zusätzlich.
Lepra-Erkrankte leiden zudem unter einem doppelten Problem: Die Krankheit ist im Frühstadium zwar gut behandelbar, doch der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum ist ohne Transportmittel schwer zu bewältigen. Gleichzeitig hält das gesellschaftliche Stigma viele Betroffene davon ab, überhaupt Hilfe zu suchen. So bleibt die Krankheit oft unbehandelt und schreitet ungehindert fort.
Mit 14 € kann durch einen Hautspaltabstrich Lepra frühzeitig erkannt werden.
Mit 70 € wird ein Team von Gesundheitshelferinnen zur Erkennung und Behandlung von Lepra geschult.
Mit 200 € wird ein örtliches Krankenhaus durch eine simulierte Krisensituation auf einen Katastrophenfall vorbereitet.