Die Lebensbedingungen in den Gefängnissen vieler Länder des globalen Südens sind erschreckend: Hoffnungslos überbelegt, fehlt es in den Haftanstalten nicht nur an der notwendigen Hygiene, um die Menschen vor Krankheiten zu bewahren, die ihr Dasein isoliert und abgeschrieben von der Außenwelt hinter Gittern fristen müssen. Auch einen Arzt zur medizinischen Versorgung inhaftierter Patienten gibt es in den Gefängnissen in der Regel nicht.
Dabei handelt es sich häufig um Haftstrafen für Vergehen, die gemäß der Menschenrechtskonvention keinen Anlass zur Inhaftierung bieten. So werden Frauen in einigen Ländern beispielsweise wegen Ehebruchs angeklagt. Kann sich niemand um die Kinder der Frauen kümmern und sind diese noch klein, ereilt sie das gleiche Schicksal ihrer Mütter: Gemeinsam leben sie auf engem Raum unter unhygienischen Bedingungen – von der Welt vergessen, macht sich unter den Inhaftierten Hoffnungslosigkeit breit.
Mehrmals schon waren in der Vergangenheit Ärzteteams von humedica in unterversorgten Gefängnissen in verschiedenen Projektländern tätig. Derzeit betreuen und therapieren die ehrenamtlichen medizinischen Einsatzkräfte sowohl die Gefangenen als auch ihre Angehörigen und das Gefängnispersonal in Togo und Uganda.
Mit einem Ärzteteam, das zwei Wochen lang in unterschiedlichen Gefängnissen in Uganda oder Togo die Gefängnisinsassen und deren Angehörige untersucht und behandelt