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Dominik Landgraf steht mit seiner Familie vor dem Haus in Kenia

Dominik Landgraf: Gründer der 3D-Fabrik-Allgäu, Vater und Hobby-Bauherr

Privat

Dominik Landgraf hat ein ganz besonderes Hobby: Er baut ein Haus in Kenia. „Meine Schwägerin hat ins kenianische Hochland geheiratet. Dort hilft sie mit einer Missionsgesellschaft Jugendlichen. Oft sind dafür Gäste zur Unterstützung da, die dann wochenlang bei meiner Schwägerin und ihrer Familie im Haus leben“, erzählt Landgraf.

Bei einem Besuch hatte er dann die Idee: „Wir bauen ein Gästehaus auf dem Grundstück!“ Sein Schwager und seine Schwägerin waren sofort mit an Bord, auch seine Frau unterstützte ihn.

Mit Mut zur Selbstständigkeit

Architekt ist Landgraf zwar nicht, aber selbstständiger Ingenieur. Schon Berufes halber probiert er gerne Dinge aus. „Nach dem Studium habe ich in einer Firma in der Entwicklungsabteilung angefangen“, erinnert sich Landgraf. „Damals hatten wir einen 3D-Drucker für Prototypen. Als mein Chef den dann ersetzt hat, hat er mir angeboten, den alten relativ günstig abzukaufen.“

Landgraf traute sich, kaufte den Drucker und machte sich 2014 nebenberuflich mit seinem Unternehmen 3D-Fabrik-Allgäu selbstständig. 2021 – mitten während der Corona-Pandemie – wagte er dann mit seinem Ingenieur-Büro den Schritt ins Vollzeit-Unternehmertum. „Ich nehme Gelegenheiten, die sich mir bieten, gerne wahr“, erklärt der heute 37-Jährige lächelnd. „Ich gehe drauf los und sage: ‚Mal schauen, was Gott daraus macht.‘ Das ist nicht das, was man im BWL-Studium lernt, aber bisher bin ich damit zufrieden.“

Dominik Landgraf mit seinen ersten 3D-Druckern

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Flexibel ist, wenn es alle sind

Mit der gleichen, positiven Einstellung packte Landgraf vergangenes Jahr das Projekt Hausbau in Kenia an. „Dabei lernt man, sehr flexibel zu sein“, verrät Landgraf gleich zu Beginn.

Als die Bauarbeiter anfingen, die Schalung für die Zwischendecke zu installieren, hätten ihnen noch 100 der 150 benötigten Stützen dafür gefehlt. „Weil aber alle so flexibel arbeiten, funktioniert das verrückterweise auch!“ lacht Landgraf. „An dem Tag hat dann tatsächlich noch jemand die 100 Bäume gefällt und auf die richtige Länge zugesägt. “

Besonders seit diesen Erlebnissen wünscht sich Landgraf manchmal eher einen gesunden Mittelweg: „Vielleicht mit ein bisschen mehr Planung, aber nicht so gestresst, wie wir es manchmal sind, sondern flexibler.“

Das Haus in Kenia im Bau

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Zufriedenheit lernen

Landgraf lässt sich gerne auf andere Kulturen ein und lernt von ihnen. Eine besondere Fähigkeit möchte er dabei auch gerne seinem kleinen Sohn mitgeben: Zufriedenheit. „Das ist etwas, was gerade in unserer westlichen Welt oft fehlt“, findet Landgraf. „Damit meine ich nicht die Zufriedenheit, die dazu führt, dass man sich zurücklehnt. Aber mit seiner Situation zufrieden sein und nicht nur auf das zu schauen, was man nicht hat.“

Oft sei Zufriedenheit das, was man eigentlich wolle, keine Gegenstände, nicht das Geld selbst. Landgraf lebt mit seiner Familie beispielsweise in einer Mietswohnung. „Natürlich halten wir Ausschau, nach etwas, das für Familie, Ingenieurbüro und 3D-Druckerei passt. Aber nicht so, dass wir das bräuchten, um glücklich zu sein. Denn wir handeln aus einer Zufriedenheit heraus“, weiß Landgraf. Unzufrieden und unglücklich könne man auch in der größten Villa sein und Zufriedenheit auch in einer Lehmhütte finden.

Geld für Gutes hilft auch dem Geber

Diesen Grundsatz pflegt Landgraf auch als Unternehmer. Mit Start seiner Selbstständigkeit überlegte er sich, regelmäßig etwas von seinen Einnahmen abzugeben. Und richtete deshalb eine Dauerspende ein. „Ich glaube, als Selbstständiger ist es gefährlich, vom Geld vereinnahmt zu werden“, erklärt er. Man habe im Vergleich zu Angestellten viele Einnahmen, aber auch viele Ausgaben. Dabei laufe man Gefahr, viel Geld verdienen zu wollen, um, wenn es gerade gut läuft, etwas für schlechte Zeiten zu haben.

Dominik Landgraf mit Cap

„Etwas freiwillig abzugeben, weil man will, dass mit dem Geld etwas Gutes passiert, erdet einen ein bisschen.“

Dominik Landgraf

Zu Beginn des Ukraine-Krieges entschied er sich deshalb regelmäßig an humedica zu spenden. „Ich wollte unbedingt, dass Menschen direkt geholfen wird – egal auf welcher Seite der Front oder des Glaubens sie stehen“, betont Landgraf.

„Ich sehe es auch Teil meines Auftrags als Christ etwas zurückzugeben“, erklärt der Vater, Unternehmer und Hobby-Bauherr lächelnd. „Sei es, dass man etwas spendet, sich engagiert oder ein Haus in Kenia baut.“