Isra’a und Ahmed leben mit ihren drei Kindern in der Hafenstadt Aden im Südjemen. Wie viele Familien kämpfen sie mit finanziellen Engpässen, Unsicherheit und den Folgen eines seit Jahren andauernden Bürgerkriegs. Stromausfälle, militärische Kontrollpunkte und fehlende Infrastruktur bestimmen ihren Alltag.
Als Isra’a unerwartet schwanger wird, steht das Paar vor einer dramatischen Entscheidung. Aus Angst vor Armut, gesellschaftlicher Ausgrenzung und religiösen Konflikten beginnt eine belastende Odyssee. The Burdened erzählt diese Geschichte ruhig, eindringlich und mit großer Nähe zu seinen Figuren.
Der Regisseur Amr Gamal greift mit dem Film ein reales Erlebnis aus seinem persönlichen Umfeld auf. Entstanden ist ein sensibles Drama, das Einblicke in ein Land gibt, über das in Europa meist nur in Schlagzeilen berichtet wird. Spielfilme aus dem Jemen sind eine absolute Rarität – umso bedeutender ist dieses Werk.
The Burdened feierte 2023 Weltpremiere auf der Berlinale und wurde dort mit dem Amnesty-International-Filmpreis ausgezeichnet. Es ist der erste jemenitische Spielfilm, der jemals zur Berlinale eingeladen wurde.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit Regisseur Amr Gamal und der humedica-Projektmanagerin Paula Weik statt. Sie hat selbst längere Zeit im Jemen gelebt und berichtet aus eigener Erfahrung über das Land, die humanitäre Lage und die Arbeit von humedica vor Ort.
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