Eine ungewöhnliche Bühne, fünf Musiker und jede Menge Rhythmus: Am Samstag, 26. September 2026, wird die Lagerhalle von humedica in der Goldstraße 8 in Kaufbeuren-Neugablonz zum Konzertort. Um 18:30 Uhr tritt dort das Latin-Jazz-Ensemble Clave Raetia auf. Der Eintritt ist frei.
Das rund 75-minütige Konzert bildet den musikalischen Abschluss des Tags der offenen Tür bei humedica. Besucherinnen und Besucher können damit einen Tag voller Einblicke in die Arbeit der Hilfsorganisation mit besonderen Klängen ausklingen lassen.
Schon der Name des Ensembles verbindet unterschiedliche Welten. „Clave“ ist das spanische Wort für Rhythmus oder Schlüssel, „Raetia“ wiederum bezeichnete in römischer Zeit die Region, zu der auch das heutige Allgäu gehörte.
Hinter Clave Raetia stehen fünf Musiker mit Wurzeln in Kuba, Venezuela, Chile und Deutschland. Gemeinsam spielen sie Latin Jazz mit der Präzision eines Kammerensembles.
Die rein instrumentale Besetzung ist dabei bewusst ungewöhnlich: Vibraphon, Bass, Posaune und zweimal Percussion – ohne Klavier und ohne Gesang. So entsteht viel Raum für Rhythmus und für die einzelnen Instrumente.
Lateinamerikanische Traditionen treffen auf Jazzmelodien und einen treibenden Bass. Die Musik ist tanzbar, bleibt dabei aber fest in der Sprache der Clave verwurzelt.
Am Vibraphon spielt Carlos Vera Larrucea. Der in Santiago de Chile geborene Musiker studierte in Chile sowie an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2017 ist er Erster Schlagzeuger des Bayerischen Staatsorchesters. Als Vibraphonist ist er zugleich intensiv in der Jazzszene aktiv und war bereits bei internationalen Festivals sowie auf Bühnen in Europa, den USA und Südamerika zu erleben.
Martin Vollman Piña stammt aus Venezuela und übernimmt den Bass. Er ist Teil der Münchner Latin-Jazz-Szene und verbindet seine musikalischen Wurzeln mit einem modernen, groove-orientierten Bassspiel. Neben Clave Raetia ist er unter anderem bei der Latin-Formation Minga 3 aktiv.
An der Posaune steht Ferdinand Silberg. Der in Starnberg geborene Jazzposaunist studierte in Wien und am Jazzcampus der Musikakademie Basel. Als Musiker, Komponist und Arrangeur arbeitet er in Formationen zwischen Jazz, Salsa, Funk, Rock und klassischer Musik.
Der kubanische Percussionist Rey Ceruto erhielt seine Ausbildung am Amadeo-Roldán-Konservatorium in Havanna. Schon früh spielte er in bedeutenden kubanischen Bigbands und Ensembles. Seit 2018 lebt er in Deutschland und arbeitet als Musiker und Pädagoge. In seiner Musik verbindet er die rhythmische Tradition Kubas mit internationalen Einflüssen.
Komplettiert wird das Quintett durch Magnus Dauner am Schlagzeug. Er studierte Jazz an der Hochschule für Musik und Theater München und beschäftigte sich anschließend intensiv mit südindischer Rhythmik und dem Instrument Mridangam. Heute ist er genreübergreifend zwischen Jazz, Weltmusik, Pop, Rock und Hip-Hop aktiv.
Bevor am Abend die ersten Töne erklingen, öffnet humedica bereits ab 11 Uhr seine Türen. Beim Tag der offenen Tür erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Arbeit der Hilfsorganisation.
„Die Menschen können unsere Arbeit bzw. die Länder, in denen wir aktiv sind, buchstäblich mit allen Sinnen erleben“, erklärt humedica-Vorständin Heinke Rauscher das Konzept.
Auf den musikalischen Abschluss freut sie sich besonders. Dabei ist das Konzert ausdrücklich nicht nur für die Gäste des Tags der offenen Tür gedacht.
„Jeder ist eingeladen zu kommen, auch diejenigen, die vorher nicht beim Tag der offenen Tür sind“, sagt Heinke Rauscher.