Als Thanuskar vor gut einem Jahr in die Schule kam, hinderte ihn oftmals sein leerer Magen daran, dem Unterricht aufmerksam zu folgen. Er verlor den Anschluss und drohte sitzenzubleiben. Regelmäßiger Nachhilfeunterricht im humedica GROW-Center in Hatton half dem Siebenjährigen mit den Lernfortschritten seiner Schulkameraden mitzuhalten und sogar Freude am Lernen zu finden.
Auch Thanuskars Eltern blicken nach dem herausfordernden Schulstart wieder hoffnungsvoller in die Zukunft. Sie sind dankbar, dass eine Lehrerin rechtzeitig den Förderbedarf ihres Kindes erkannte und ihnen riet, sich im schulischen Förderzentrum von humedica vorzustellen. Hier erhalten Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren nachmittags Nachhilfeunterricht, um so im Regelunterricht nicht Verstandenes oder Versäumtes auf- und nachzuholen.
Wir bereiten jeden Tag auch kleine, vitaminreiche Speisen zu. Die helfen bei der Konzentration und die Kinder lernen hin und wieder ihnen bisher unbekannte Lebensmittel kennen.
Die kleine Mahlzeit sorgt für zusätzliche Motivation, denn die Lebensmittelpreise sind aufgrund der seit 2022 herrschenden Wirtschaftskrise in Sri Lanka enorm gestiegen. Schulen müssen ihr bisher kostenloses Essensangebot kürzen. Eltern, deren Einkommen oft nicht ausreicht, um die Familie zu ernähren, werden somit noch mehr belastet. Nachhilfeunterricht, den Kinder wie Thanuskar nötig haben, um im Schulsystem nicht verloren zu gehen, können sich in der Regel nur reiche Familien leisten.
Thanuskars Eltern sind einfache Landarbeiter. Seit sich die Mutter an einer Maschine in der Teefabrik eine Hand verletzte, ist sie nur noch eingeschränkt einsatzfähig. Der Vater leidet unter einer psychischen Erkrankung, so dass er keiner regelmäßigen Arbeit nachgehen kann. „Seitdem Thanuskar einmal am Tag bei uns isst und das Schulmaterial bekommt, spart seine Familie Geld. Sie können es für andere wichtige Dinge nutzen. Sie bauen nun mehr Gemüse in ihrem Garten an. Vielleicht schaffen sie sich auch wieder eine Ziege an. Die alte mussten sie wegen ihrer wirtschaftlichen Not verkaufen“, freut sich D. Anusuya über die kleinen Schritte in eine bessere Versorgungslage ihrer Schützlinge.
Obwohl Sri Lanka eine der höchsten Alphabetisierungsraten in Südasien hat, steht der Bildungssektor des Landes derzeit vor einigen Herausforderungen: Besonders im Hochland Sri Lankas besuchen Kinder oft keine Schule oder fehlen im Unterricht, da sie ihren Eltern auf den Tee- und Zimtplantagen helfen müssen.
Ohne die Unterstützung aus Deutschland wären kleine Erfolge wie die im Leben von Thanuskars Familie nicht möglich. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende bitte weiterhin, Kindern Mut auf eine bessere Zukunft zu geben.