(Mosambik 2021, Deutschland 2023)
(2024)
(2025)
Wenn das Feld nicht früh aufsteht, isst die Stadt nicht.
Mosambikanisches Sprichwort
Dieses Sprichwort zeigt eindrücklich, wie eng das Leben in Mosambik mit der Landwirtschaft verbunden ist. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt und arbeitet auf dem Land. Sie sichert durch harte Arbeit und frühes Aufstehen nicht nur die eigene Existenz, sondern auch die Versorgung der Städte. Doch der Klimawandel bedroht diese Lebensgrundlage: Immer häufiger sorgen Dürren, Überschwemmungen und unberechenbare Wetterlagen für Ernteausfälle, Hunger und Not.
Mosambik beheimatet rund 80 Ethnien mit vielfältigen Kulturen und Sprachen. Die Amtssprache ist Portugiesisch, doch im Alltag dominieren indigene Bantusprachen.
Erst 1975 wurde Mosambik nach circa 500 Jahren Kolonialherrschaft unabhängig – die Nachwirkungen sind bis heute spürbar.
Tropenstürme, Überflutungen und Dürren treffen das Land regelmäßig – mit zunehmender Intensität. Viele Familien verlieren dabei ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage – und haben kaum Chancen auf einen Neuanfang.
In den vergangenen Jahren war der Küstenstaat immer wieder von schweren Zyklonen betroffen.
Kleinbäuerliche Familien sind vom Regen abhängig. Bleibt er aus, fallen die Ernten aus. Das hat sowohl finanzielle als auch gesundheitliche Folgen für die Menschen:
Soziale Ungleichheiten verschärfen die Lage: Im Norden sind Hunger und Armut besonders stark verbreitet.
In Mosambik verteilt humedica Lebensmittel an Familien.
In der Provinz Cabo Delgado im Norden des Landes herrscht ein gewaltvoller Konflikt, der knapp eine Million Menschen zur Flucht zwingt. In anderen Regionen suchen die Betroffenen Zuflucht, was die ohnehin beanspruchten Infrastrukturen zusätzlich überlastet.
Die medizinische Infrastruktur ist besonders im ländlichen Raum schwach. Auf 10.000 Menschen kommt nur ein Arzt (zum Vergleich: in Deutschland sind es 44 Ärzte auf 10.000 Einwohner). Viele können sich ohnehin weder Arztbesuche noch Medikamente leisten.
Gleichzeitig breiten sich Krankheiten leicht aus – durch verunreinigtes Wasser und fehlende sanitäre Einrichtungen. In vielen Regionen haben die Menschen in Mosambik keinen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
humedica richtet beispielsweise an Schulen Handwaschstationen ein. Schülerinnen und Schüler lernen hier spielerisch, wie wichtig richtige Hygiene ist.
humedica unterstützt Menschen in Mosambik mit gezielter Hilfe – von der Sicherung der Ernährung bis zur Versorgung mit sauberem Wasser. Erfahren Sie mehr über unsere Hilfe vor Ort.