In der Mitte von Dalias* Hütte brennt das Feuer. Darüber – ein Topf mit Getreidebrei. Den gibt es jeden Tag. Für alles andere fehlt Dalia das Geld. Die Hütte besteht vor allem aus Holz und Planen – ein Raum, in dem die ganze Familie lebt, kaum Platz für jeden einzelnen.
Dalia kocht Wasser in ihrer Hütte.
Es ist trocken hier an der Grenze zwischen Äthiopien und Kenia – trocken und staubig. Doch das Dorf, aus dem Dalia stammt, ist noch trockener. So trocken, dass all das Vieh starb, das ihre Familie einst besaß – weil es kein Wasser mehr gab und nichts mehr wuchs. Seit vielen Jahren harrt Dalia deshalb mit ihren Kindern in einem Flüchtlingscamp aus.
Auch hier ist das Leben hart. „Viel zu viele Menschen leben hier“, sagt sie. „Viel zu viele Menschen brauchen Hilfe“ Es fehlt an fast allem – vor allem einem Einkommen, das ausreicht, um die Familie satt zu bekommen. Viele Kinder sind unterernährt, auch die von Dalia.
Dalia unterwegs im Flüchtlingscamp
Deshalb erhalten mangelernährte Kinder von humedica ein nährstoffreiches Getreidepulver, das in Wasser aufgelöst werden muss. Die Organisation hat Ernährungsexperten im Camp stationiert, welches die Kinder regelmäßig wiegt und untersucht. Wer Zeichen von Unterernährung aufweist, erhält Spezialnahrung. Gleichzeitig lernen die Mütter, wie sie mit kleinen Mitteln eine ausgewogene, ballastreiche Nahrung mit Obst, Gemüse und Eiweiß herstellen. „Das soll dafür sorgen, dass sie langfristig gesund bleiben“, erklärt die zuständige humedica-Projektmanagerin Oona Hubrich. „In Einzelfällen unterstützen wir die Familien auch mit Bargeldhilfen, falls es ihnen schwerfällt, das Geld für die Lebensmittel aufzubringen“, ergänzt sie.
Dalia ist dankbar für die Unterstützung von humedica. Sie weiss jetzt, wie sie ihre Kinder ausgewogen ernähren kann.
*Name geändert