(2023)
(2025)
(2025)
„Auch wenn ein Berg sehr hoch ist, gibt es einen Weg nach oben“
Afghanisches Sprichwort
sinngemäß übersetzt: „Wo ein Wille, da ein Weg“
Kein Wunder, dass das hoffnungsvolle Sprichwort aus Afghanistan von den Bergen handelt, denn das Land liegt zu 90 % höher als 600 Meter über dem Meeresspiegel. Im Norden prägen schneebedeckte Berge das Landschaftsbild, subtropische Gebiete den Süden. 30 % der hier vorhandenen Pflanzenarten kommen nur in Afghanistan vor – und trotzdem ist das Land eindeutig kein typisch touristisches Ziel.
Kinder schauen die Auslagen einer Bäckerei an. Viele Familien können sich kaum Nahrungsmittel leisten. Die Zahl der bettelnden Kinder auf der Straße nimmt stetig zu.
Menschen unterschiedlicher Ethnien sind in Afghanistan beheimatet. Die Sprachvielfalt, die die Menschen mitbringen, zeigen sich regional. Amtssprachen sind Persisch ("Dari") und Paschtu, die Sprache der größten Ethnie.
Schon seit vielen Jahren änderten sich immer wieder die Rechte der Frauen. Wurde den Frauen 1964 nach das aktive und passive Wahlrecht zugesprochen, trauen sich viele Frauen heute kaum noch ohne männliche Begleitung in die Öffentlichkeit. Mädchen ab 13 Jahren ist mittlerweile der Schulbesuch untersagt und Frauen sind von Hochschulbildung ausgeschlossen.
Afghanistan mit seinen Gebirgen ist besonders als Rückzugsort der Taliban bekannt. Diese regieren seit 2021 das Land. Wenn die humanitäre Situation in dem Gebirgsstaat schon vorher kritisch war, verschlimmert sich zusehends die Lage.
Auf dem Index des Globalen Terrors nahm Afghanistan 2023 wiederholt den ersten Platz ein. Das Land gilt als einer der fragilsten Staaten der Welt. Was das für die Bevölkerung bedeutet? Menschenrechte haben kaum Bedeutung, Sicherheit ebenso wenig, Armut nimmt zu. Mit fallendem Wert der landeseigenen Währung Afghani können sich immer weniger Menschen das Nötigste zum Überleben leisten; Lebensmittel sind für viele unerschwinglich geworden, weil die Preise ins Unermessliche explodieren. Jeder 3. leidet an Unterernährung. Ca. 45 % aller Kinder leiden an Wachstumsverzögerung als Folge von Mangelernährung.
Auf dem Markt werden Früchte und Gemüse verkauft. Viele Menschen können sich die Waren nicht leisten.
Zusätzlich haben ca. 70% der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser (Stand 2022). Die Folge: Nierenschäden und Durchfallerkrankungen nehmen zu. Um sauberes Trinkwasser für ihre Familien zu beschaffen, müssen viele Menschen Kilometer weit gehen.
Viele Menschen können sich keine ärztliche Behandlung leisten. Hier setzt humedicas Hilfe an.
Während der Alltag der Menschen generell von großen Schwierigkeiten geprägt ist, kommt es immer wieder zu Erdbeben und Erdrutschen, die Hunderte von Opfer fordern. Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage, kaum vorhandene Infrastruktur ist komplett zerstört. Denn im medizinischen Sektor fehlt es an allem: Insgesamt kommen auf 10.000 Einwohner 3 Ärzte (zum Vergleich: in Deutschland sind es 44 Ärzte zu 10.000 Einwohnern), in den ländlichen Gebieten sind die Menschen meist völlig auf sich allein gestellt sind. Und wer es bis in ein Krankenhaus schafft, kann sich häufig keine Behandlung leisten. Denn die meisten Menschen müssen abwägen: Medizinische Behandlung oder Nahrungsmittel.
humedica ist seit 2021 in Afghanistan aktiv und engagiert sich besonders in der Gesundheitsversorgung derjenigen, die sich keine Behandlungen leisten können. Lesen Sie mehr zu unserer Hilfe und erhalten Sie interessantes Hintergrundwissen, wie humedica unter schwierigen Bedingungen arbeitet.